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Auf dem Foto sind Kinder aus einem Dorf nahe Troja zu sehen.
“Wie die Jungs posieren: Hände in den Hüften, das soll Selbstbewusstsein und Abwehr gleichzeitig zeigen. So haben wir auch damals Freunde begrüßt!” (anonym)
“Ich habe auch einige Bilder, auf denen ich so aussah! Fast alle Kinder der Türkei trugen damals solche Kleidung. Die Dorfkinder wurden vielleicht zum ersten Mal von einem Fremden fotografiert.” (Gülnar)
Ein Mann sitzt auf den Stufen vor der Yeni Camii in Istanbul und füttert Tauben. Das Bild stammt wahrscheinlich aus den 1960er Jahren.
“Ich lebte von 1991-2006 in Istanbul. Das Bild zeigt den Vorplatz vor der Neuen Moschee von Eminönü. Zu meiner Zeit gab es dort auch Tauben, aber nicht so viele wie auf dem Foto. Der Mann verkauft höchstwahrscheinlich Taubenfutter. Oft habe ich auch Futter gekauft und die Tauben gefüttert.” (Mustafa)
Eine Weberin in Anamur an der türkischen Südküste webt auf einem vertikalen Webstuhl schwarze Bahnen aus Ziegenhaar – dem typischen Material für die Außenhaut der Nomadenzelte. Aufgenommen im Mai 1968. (Wie solche Zelte aussehen, zeigt die Story über Nomaden.)
“Dieses Foto versetzt mich zurück in meine Kindheit: Meine Großmutter hat auch gewebt. Manchmal hat sie uns Kindern erlaubt, mitzumachen, was uns sehr glücklich gemacht hat. Leider können die Kinder von heute diese schönen Momente unserer Kultur nicht mehr erleben. Ich bin ganz gerührt.” (anonym)
Auf einem Boot am Ufer des Bosporus verkaufen Fischer Brote mit frisch gefangenem und in einer Pfanne gebratenem Fisch an die Passant:innen.
Eine Gasse im Großen Basar von Istanbul im August 1983: Lastenträger tragen schwere Lasten auf ihrem Rücken. Dieser Beruf bringt in aller Regel schwere gesundheitliche Schäden mit sich.
Mit offenen Augen durch die Türkei: Drei deutsche Fotografen hinterließen zwischen den 1920er und 2000er Jahren ein außergewöhnliches Bildarchiv – und Berliner Stimmen erzählen, welche Erinnerungen die Fotos noch heute wecken.