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Das Foto wurde am Busbahnhof in Fatih-Beyazıt aufgenommen: Minibusse verbinden bis heute die umliegenden Orte, mobile Sandwichverkäufer nutzen den belebten Platz für ihr Geschäft. Beyazıt ist nicht nur ein wichtiger Handelsstandort, sondern auch das Zentrum des studentischen Lebens in Istanbul.
“Die Männer verkaufen ‘Kumru’ - belegte Brötchen und der junge Mann im Hintergrund bietet Süßholzsaft (‘Meyan’) in einem ‘Güğum’ an.” (Firdes Scheyda)
“Das könnte überall sein - in Lateinamerika, Berlin, der Türkei. Einfach die Verbindung mit anderen Menschen im Moment zu leben und Liebe und Frieden zu fühlen.” (Lucie Nour/Tschechien)
Ein Frachtschiff (vermutlich ein Öltanker) passiert den Bosporus. Das Bild wurde vom Aussichtspunkt der Rumeli-Burg aus aufgenommen. Im Vordergrund betrachtet Frau Glitz die beeindruckende Szene.
Ein Güterzug fährt auf einem Bahndamm von Bingöl nach Van, hier durchquert er gerade die menschenleere Landschaft in der Nähe von Tatvan, nur eine Schafherde grast im Vordergrund. Pfützen zeugen von kürzlichem Regen, wahrscheinlich wurde das Foto im Frühjahr aufgenommen.
Kurdische Nomaden (Koçer) auf ihrer Wanderung in der Region Tatvan, Juni 1983. Die Kinder sitzen zwischen dem Hausrat auf den Pferden, die Fohlen laufen frei nebenher.
Ein von Wasserbüffeln gezogener Karren mit traditionellen Holzscheibenrädern – beladen mit prall gefüllten Säcken. Scheibenräder sind auf unbefestigten, holprigen Wegen beim Transport schwerer Lasten womöglich robuster als Speichenräder.
Die Umstände, unter denen dieses Bild entstand, sind unklar. Möglicherweise durchquerte der Minibus eine Furt, während die Passagiere zu Fuß weitergingen – im Hintergrund, vielleicht bei Kemer westlich von Antalya, ist das Taurus-Gebirge zu erahnen.
“Ein rätselhaftes Bild. Sind die beiden Frauen gerade ausgestiegen? Warum rennen sie? Nur noch der Fahrer sitzt im Bus, der mit Koffern und Truhen beladen ist. Der Bus steht im Morast. Ümit – Hoffnung” (anonym)
Fähren über den Bosporus und das Goldene Horn gehören zum Alltag Istanbuls. An der Anlegestelle Karaköy warten Passagiere auf die Überfahrt – im Hintergrund erhebt sich die Süleymaniye-Moschee über dem Stadtteil Eminönü.
“Warten - Heimat - Ferne - Überqueren” (anonym)
Mit offenen Augen durch die Türkei: Drei deutsche Fotografen hinterließen zwischen den 1920er und 2000er Jahren ein außergewöhnliches Bildarchiv – und Berliner Stimmen erzählen, welche Erinnerungen die Fotos noch heute wecken.