CulturalxCollabs: Fragment No. 18 highlighted © Museum für Islamische Kunst, Heiner BüldCulturalxCollabs: Fragment No. 18 highlighted © Museum für Islamische Kunst, Heiner Büld

Cultural x Collabs: Weaving the Future

Fragment No. 18

100 Fragmente. 100 Reisen

Dies ist ein Fragment des "CulturalxCollabs - Weaving the Future" Teppichs.

Mit dem Fragment folgen wir der Reise der Besitzer:innen und ihrer Collabs. Sie entdecken und experimentieren mit gesellschaftlich relevanten Themen, die sie auf kreative Weise vorantreiben.

Hier stellen wir Euch das Fragment vor, so wie wir es auf seine dreieinhalbjährige Reise schicken.

Folg dieser Story und erleb die Transformation des Fragments im Laufe der Jahre...

Die Reise beginnt...

...mit Irina Seekamp

Ich bin als Textilrestauratorin am Museum für Islamische Kunst und freiberuflich in Berlin tätig. Das Projekt „Weaving the Future“ meiner Kollegin Anna Beselin habe ich von Anfang an mit Spannung verfolgt.

Das Fragment 18/100 ist mir im Februar 2024 nach Nesselwang im Allgäu hinterhergereist. Hier am Fuße der Alpspitze fühlt es sich sofort wohl und genießt die Aussicht über Nesselwang und die Alpen im Hintergrund.

Von Nesselwang aus startet das Fragment 18 eine weite Reise mit mir zu einem Ausstellungsaufbau in Riad, Saudi Arabien. Hier sind wir Teil des internationalen Teams von Hasenkamp zum Aufbau der Diriyah Contemporary Art Biennale.


Mit dem Shuttlebus fährt unser Team jeden Morgen zum JAX District, einem Industriegebiet der historischen Stadt Diriyah, in dessen Lagerhallen die Diriyah Contemporary Art Biennale stattfindet.












Auf dem Ausstellungsgelände herrscht eine wuselig geschäftige Stimmung. Von Handwerker*innen aller Gewerke, Aufsichts- und Führungspersonal, Konservator*innen, Arthandler*innen, Organisator*innen, Kurator*innen und natürlich Künstler*innen sind alle damit beschäftigt, das Gelände und die Ausstellung bis zur Eröffnung fertigzustellen.

Die Kunstwerke kommen in speziell angefertigten Kisten aus vielen Teilen der Welt.

Die Arthandler*innen müssen die Kunstwerke transportieren, auspacken sowie den Zustand bei ihrer Ankunft kontrollieren und protokollieren lassen, bevor sie mit der Installation in der Ausstellung beginnen.

Es ist viel zu tun ... Das Hängen von Bildern, Fotografien oder Kalligrafie ist Millimeterarbeit, die präzise erledigt werden muss. Da ist es für manche Tätigkeiten ganz praktisch, das Fragment dabei zu haben...

So wie hier bei der Hängung der Werke von Abdulrahman al Soliman.

Aber auch ganze Installationen werden zusammen mit den Künstler*innen aufgebaut.

Manchmal korrespondiert der Charme der Industriehallen mit den Installationen, wie bei den Fotografien von Armin Linke und Ahmed Mater.

Besonders schön ist es, wenn man bekannte Gesichter wieder trifft! So kommt es zu einem Wiedersehen mit dem Fotografen Armin Linke, der vor wenigen Jahren das Museum für Islamische Kunst mit seinen Werkstätten und Depots in Berlin besuchte.

... und siehe da ... Armin wollte auch ein Fragment des Drachenteppichs und bekam Fragment #61 direkt nach Riad zugeschickt.

Die Installation „The Tree of Life“ von Mona Vatamanu & Florin Tudor mit einer Vielzahl von Kelims, die hier noch im Prozess des Arrangements ist, bildet einen Kontrast zum industriellen Look der Ausstellungshallen. Die Kelims werden zum Schutz vor Staub bis zur Eröffnung abgedeckt. Das Teppichfragment ist hier fast unter seines gleichen.




















Zu Gast bei Joan Jonas …
























Abends geht es nach getaner Arbeit müde ins Hotel zurück. Hier kann man entspannen und sich für den nächsten Tag ausruhen.



















Von der Dachterrasse des Hotels bietet sich eine faszinierende Aussicht über die Stadt. Schweift der Blick über die Stadt in die Ferne, erscheint auch diese wie ein bunter (Knüpf-)Teppich aus Häusern.















Abends verwandelt sich die Aussicht dann in viele bunte Lichtpunkte, die wie die einzelnen Knotenpunkte des Drachenteppichs leuchten.



















Zum Abschluss gibt es einen grandiosen Ausflug zum „Pyramid Mountain“ als erstes Ziel.


















Und dann weiter zum „Edge of the world“, der zwei Stunden von Riad entfernt liegt. Also wieder eine Busfahrt.

Aber diese Fahrt wird mit dem atemberaubenden Ausblick von der 300 Meter hohen Klippe des „Edge of the world” in die darunterliegende Ebene belohnt. Fantastisch! Gigantisch! Wie ein Teppich liegt einem die Ebene zu Füßen!

Fotos „Edge of the world“: Vincent Rischer


Und dann geht die Reise erst einmal zurück nach Hause - nach Berlin.

CulturalxCollabs: Fragment No. 18 © Museum für Islamische Kunst, Heiner Büld

Schau genau

Vorne und Hinten

Über das Projekt

Das Projekt des Museums für Islamische Kunst "CulturalxCollabs - Weaving the Future" feiert die transformative Kraft des kulturellen Austauschs und die gesellschaftlichen Verflechtungen, die uns alle vereinen. Alles, was wir lieben, geliebt haben und jemals lieben werden, stammt aus kulturellem Austausch, Migration und Vielfalt, oder wie wir es gerne nennen, #CulturalxCollabs.

100 Teppichfragmente, aus einer Replik des ikonischen Drachenteppichs geschnitten, werden die Welt bereisen (unterwegs mit DHL). Mit Hilfe der Collab-er werden die Fragmente #CulturalxCollabs bereichern, menschlichen Einfallsreichtum inspirieren, Gemeinschaft fördern und letztendlich zeigen, wie kultureller Austausch all unsere Leben bereichert.

Folg #CulturalxCollabs auf Instagram und erleb wie sich das Projekt entfaltet...

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Weaving the Future

Begleite uns auf eine Reise mit 100 Teppichfragmenten, die dreieinhalb Jahre lang rund um die Welt reisen, vorübergehende Zuhause finden und dabei kulturelle Grenzen überbrücken. Vereint durch die Kraft persönlicher Geschichten fördern die Fragmente eine weltweite Gemeinschaft.

100 Fragmente. 100 Reisen

"CulturalxCollabs - Weaving the Future" - 1 Projekt, 100 Teppichfragmente. Folge ihrer Reise mit den immer wieder wechselnden Besitzer:innen innerhalb der nächsten 3,5 Jahre.

Wo ist der Drache?

Ein kaukasischer Drachenteppich aus dem 17. Jh. - der Star des "CulturalxCollabs - Weaving the Future" Projekts. Aber wo ist der Drachen eigentlich?