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Auf dem Foto ist die kleine Yakup-Çelebi-Moschee in Iznik mit ihren Stein- und Ziegelmauern und niedrigen roten Kuppeln zu sehen und dient seit dem späten 14. Jahrhundert dem Gebet. Sie grenzt an einen privaten Garten mit Obstbäumen und Weinlaube, in dem sich gerade einige Mädchen und junge Frauen aufhalten.
Hierapolis, die hellenistische Stadt in Phrygien, wurde neben den heißen Quellen errichtet, die wir heute als Pamukkale („Baumwollschloss") kennen. Das Foto zeigt mit Säcken beladene Kamele, die in den Ruinen rasten – rätselhafte Zeugen einer Zeit, in der durch diese Region vielleicht noch Karawanen zogen.
Die Çifte Minareli Medrese in Erzurum ist ein bedeutendes Beispiel für die spätseldschukische Architektur; ihre Zwillingsminarette ragen wie stille Wächter der Geschichte empor, während kleinteilige Steinmetzarbeiten ihr monumentales Portal schmücken. Die 1271 von Khudavand Khatun, der Tochter des seldschukischen Sultans Kayqubad I., erbaute Medrese steht auf der Tentativ-Liste der UNESCO-Welterbestätten.
Die Eurymedon-Brücke in der Nähe von Aspendos in der Provinz Antalya ist ein seldschukisches Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, das auf spätromanischen Fundamenten errichtet wurde und den Fluss Köprüçay überspannt. Auf dem Foto überquert eine Kamelherde die historische Steinbrücke.
Dieses seltene Foto aus den 1960er Jahren zeigt die Karawanserei Kuruçeşme in der Provinz Konya vor ihrer Restaurierung – mit dem original seldschukischen Mauerwerk von 1207 noch in seinem baufälligen Zustand.
Mit offenen Augen durch die Türkei: Drei deutsche Fotografen hinterließen zwischen den 1920er und 2000er Jahren ein außergewöhnliches Bildarchiv – und Berliner Stimmen erzählen, welche Erinnerungen die Fotos noch heute wecken.