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„Crossroads Iran: Transregionale Kulturgeschichte(n)“ ist ein Projekt des Museums für Islamische Kunst in Zusammenarbeit mit der Peter und Irene Ludwig Stiftung und den Freunden des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum. Ziel des Projekts ist es, Geschichten des kulturellen Austauschs, des Wissenstransfers, der Praktiken, Techniken und künstlerischen Einflüsse zu beleuchten und zu erzählen, wobei Iran im Zentrum dieser Entwicklungen steht.
Das Projektteam spürt den Verbindungen zwischen der Sammlung, der Ausstellung und dem Fotoarchiv des Museums nach und erforscht diese miteinander verwobenen Geschichten. Dabei tritt es in Dialog mit iranischen Gegenwartskünstlern. Gleichzeitig werden ausgewählte Fotoarchive verschiedener Wissenschaftler, die Iran zu unterschiedlichen Zeiten besucht haben, aufbereitet und in die digitale Kulturerbedatenbank des Museums integriert. So macht das Projekt diese Materialien sichtbar und zugänglich. Die Geschichten werden in hybriden Formaten hier auf der Online-Plattform des Museums Islamic·Art veröffentlicht.
Die Vielfalt der Landschaft hat das Leben in Iran geprägt – von Landwirtschaft und Ernährung bis hin zur Architektur. Diese Zusammenhänge werden in den Fotos des deutschen Geographen Eugen Wirth lebendig, der Anfang der 1970er-Jahre durch den Iran reiste. Durch seine Linse erkunden wir hier, wie eng Irans Land und Kultur miteinander verwoben sind.
In dieser Geschichte beleuchten wir die Hintergründe eines Albumblatts, das Simurgh, Zal und Sam im Kontext von Ferdowsis Schahname zeigt – einem Epos, das seit über tausend Jahren die persische Identität prägt.
Das Museum für Islamische Kunst widmet sich seit über 10 Jahren der Erforschung der Lüsterkeramik. Durch Ausstellungen, Forschung und Workshops wird versucht ihren Geheimnissen auf die Spur zu kommen. Diese Geschichte führt uns zurück nach Kashan um die enge Verbindung zwischen dessen Keramik-Erbe und dem Museum zu untersuchen.
Der Mihrab aus Kaschan ist das einzige Beispiel eines monumentalen persischen Lüster-Mihrabs, der in einem öffentlichen Museum in Europa gezeigt wird. Mit der Wiedereröffnung des Pergamonmuseums im Jahr 2027 wird der Mihrab im Ausstellungsraum "Muslimische Glaubensräume - Einblicke in die religiöse Praxis“ zu sehen sein. Seine bewegte Geschichte handelt von der außergewöhnlichen Lüstertechnik, seinen sakralen Inschriften und der bemerkenswerten Reise, die ihn nach Berlin führte.
Erforschung weiblicher Formen und überirdischer Elemente in der Malerei der Qadscharen-Ära des 19. Jahrhunderts.
Parviz Tanavoli gehört zu den bedeutendsten Vertretern der modernen iranischen Kunst. Er gilt als einer der Begründer der modernen iranischen Skulptur und als prägende Figur der Saqqakhaneh-Bewegung.
In der neuen Dauerausstellung des Museums für Islamische Kunst, die ab 2027 zu sehen sein wird, kommt Parviz Tanavolis Heech eine zentrale Rolle zu. Als erstes zeitgenössisches Werk, dem die Besucher:innen begegnen, markiert die 1,8 Meter hohe rote kalligrafische Fiberglas-Skulptur die konzeptuelle Schwelle zu den Galerien islamischer Kunst. Umgeben von Objekten aus der Spätantike und der frühislamischen Zeit verkörpert Heech das zentrale Narrativ der Ausstellung: dass islamische Kunst nicht isoliert entstand, sondern sich aus einem gemeinsamen spätantiken Erbe entwickelte und bis in die Gegenwart nachwirkt.
Gohar Dashti ist eine von zwölf zeitgenössischen Künstler:innen, deren Werke in die ständige Sammlung des Museums für Islamische Kunst aufgenommen werden. Ihre Arbeiten werden Teil der zukünftigen Ausstellung des Museums zum Takht-e Soleyman und seiner archäologischen Überreste in Berlin sein.
Eine Diskussion über Shadi Ghadirians Qadscharen-Serie, Fotografie im Iran, Identität und die Auseinandersetzung des Publikums mit ihrer Kunst.
Globaler Handel und seine Dynamiken. Motive chinesischer und europäischer Kunst auf einer Blauweiß-Keramik aus Iran.
In dieser Geschichte über Provenienzforschung erzählen wir von einer Fliese, die vermutlich in den Werkstätten von Kaschan gefertigt wurde, über Spanien reiste und schließlich ihren Weg in die Berliner Sammlung fand.
Eine Kollegin stolpert über ein unscheinbar anmutendes Übersetzungs-Rätsel: Mit welchem Pronomen soll das berühmte persische Fabelwesen „Simurgh“ im deutschsprachigen Ausstellungskatalog versehen werden? Eine kleine Frage und ihre Reise zur Macht, Magie und Deutungshoheit von Fabelwesen.
Durch das Projekt „Crossroads Iran“ wurde am Museum für Islamische Kunst ein Archiv über Iran geschaffen, das Materialien zu Architektur, Handwerkstraditionen und Alltagsleben aus verschiedenen historischen Epochen zusammenführt. Ausgewählte Fotoarchive von Forschern, die Iran bereist haben, wurden aufbereitet und in die Datenbank integriert.
Das Archiv umfasst vier Hauptsammlungen:
Das Archiv umfasst insgesamt mehr als 12.000 Objekte und rund 300 Standorte. Ziel ist es, das kulturelle und architektonische Erbe Irans zu bewahren und es als öffentlich zugängliche Referenzquelle bereitzustellen.